Wetter: | prima |
Tag: | 509 km |
Gesamt: | 509 km |
Dienstag in Deutschland

Heute geht's los – wir treffen uns in Tantow kurz vor der polnischen Grenze.
Thomas ist schon einen Tag früher losgefahren, um dort seine Schwester und Schwager
zu besuchen. Die Alukoffer sowie den Packsack habe ich schon gestern abend montiert,
so dass heute nur noch der selbstmodifizierte Tankrucksack (Fotos und ein paar Hinweise
folgen demnächst als Bastelanleitung) runtergeschleppt werden muss.
Der übliche Wohnungscheck, die übliche Butscheverabschiedungsorgie, die üblichen Grübeleien
irgendwas vergessen zu haben, die.... ach! ich bin jetzt wech...
Ein kurzer Stop in Lehrte, weil Thomas was vergessen hat: seinen Führerschein :)
Ein weiterer - etwas längerer Stop - bei meinem derzeitigen
Auftraggeber in WOB, um sich nochmal mit Urlaubsbeendern abzustimmen (so
ein bepacktes Reisemotorrad sieht schon seltsam auf dem Firmenparkplatz
aus ;-) und dann bei strahlendem Sommerwetter rauf auf die B188, um ihr
bis zum Ende zu folgen.
Es wird langsam Zeit für eine Tankstelle, aber trotz Nähe zu
Berlin finde ich nix. Sind zwar tolle kleine Strassen, aber irgendwie
sind sie wenig interessant, wenn der rote Zeiger der Tankuhr sich im
roten Bereich so richtig wohlfühlt und einem immer ins Auge springt.
"Wo ist hier 'ne Tankstelle?"
Frag ich den nächsten den ich sehe - irgendwie verstecken sich hier aber scheinbar alle - nach 10min
erwische ich schliesslich in Börnicke jemanden, die nicht schnell genug in ihre Dose steigen konnte und die
mir dann was von einer Wohnstrasse, übergehend in Feldweg, am Ortseingang von Paaren in Glien erzählt.
Klingt abenteuerlich und ist auch 'ne echte Reiseendurostrecke, aber tatsächlich nach ca 1km quer durch
die Botanik kommt man von hinten auf eine Autobahntankstelle.
"Puh!" - der rote Zieger tendierte schon wieder Richtung Weiss...
Zurück geht's ebenfalls wieder über den Feldweg, aber nun mit
sattem Tiger, so dass ich beruhigt weiter den einsamen Strässchen
abseits der Autobahn durchs Havelland folgen kann.
Bei Finowfurt wechsele ich aber doch auf die schnellere A11 und die MP3
Player Stöpsel im Ohr lassen die kurzeitige Vollsperrung
kurzweilig vergehen. Eine Abfahrt vor Tantow zieht es den Tiger nochmal auf
kleine Strassen, aber da ist leider eine Sackgasse wegen Baustelle.
Also die eine Abfahrt auch noch mitnehmen und schliesslich stehe ich am
Zielort vorm Bahnhof.
Tja und nu?...es ist kein Aas, geschweige denn Motorrad zu sehen:
Telefoniert ... Mailbox ... gewartet ... telefoniert ... Mailbox ... ne Runde in
der Gegend gedreht ... telefoniert (ständig wollte PL-PLUS sich als
Provider anbieten und polnische Ansagen, dass der Teilnehmer nicht
erreichbar ist, nerven so langsam) ... Kirschen von Allebäumen
gegessen ... gekurvt ... in der Sonne relaxed ...
Aber das Treffen klappt dann doch noch, weil das Haus mit dem Zaun
davor sich als Nachbarhaus mit dem doch um einiges kürzeren Zaun
entpuppt...Hauptproblem ist dort halt die schlechte Handyabdeckung.
Die Nacht verbringen wir dann in einem Gartenhäuschen, welches ab
3 Uhr auf meine Gegenwart verzichten muss, weil 3 Schnarcher mindestens
2 zuviel für mich sind (dass ich schnarche ist m.E. eine
Mär, aber wollen wir den beiden Mitfahrern mal Glauben schenken ;-)

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Text&Bilder ©2oo4 - Andreas Just Letzte Änderung: 15.o5.2oo6