Wie üblich fällt der erste Bick aus dem Zelt auf einen bewölkten Himmel, aber immerhin
kein Regen. Das Zelt ist trotzdem nass vom Gras. Irgendwie scheint nachts die gesamte Feuchtigkeit
auszudampfen und sich von innen und aussen gleichmässig aufs Aussenzelt zu legen. Das Innenzelt
ist immer trocken geblieben - um so schockierter ist man dann, wenn man aus dem warmen Schlafsack
den Weg in die Absis findet und dort das erste Mal die Aussenhaut berührt. Zum Wachwerden ideal ;-)
Nun denn, trotz nicht gerade gemütlicher Küche, zum Frühstücken reicht es.
Schnell die Maschinen bepacken, um weiter gen Süden zu ziehen. Anders als geplant fahren wir
den Bogen an die Küste (die 715 ist eine sehr schöne Strecke) um schliesslich die Fähre
Rørvik-Flakk gegen 16:00 Uhr zu nehmen.
Trondheim liegt in der Nähe - das lassen wir aber links liegen - wir haben keine Lust auf
Stadtverkehr. Dafür herrscht dann auf der E6 netter Feierabendverkehr, der mich irgendwie an
die B6 erinnert :-(. Durchschlängeln mit vollbepackten Moppeds ist auch nicht so das Wahre, also
wieder an den Verkehr gewöhnen und hoffen, dass die nicht alle allzuweit draussen wohnen.
Dafür aber einen alten Tiger gesichtet, der uns entgegenkam.
Die E6 führt hier durch tiefe Täler und ein Hochplateu, dass mich trotz eisiger Kälte
begeistert. Und man kann einiges an Kilometern abreissen - wir wollten heute noch den Campingplatz
nördlich der Trollstiegen erreichen.
Die Anfahrt Richtung Andalsnes auf der E136 ist ein Erlebnis. Rechts und links steile Felswände,
so alle 100m ein mächtiger Wasserfall und die tiefstehende Sonne von vorne in das Tal. Da
glitzert und strahlt es an allen Ecken und Enden. Leider kommt der Wunsch das zu fotografieren erst
spät, irgendwie bin ich zu fasziniert.
Landschaftlich einer der abwechslungsreichsten Tage, aber doch etwas arg viele Kilometer für
einen Tag. Genau sind es 517 geworden um jetzt bei Kilometer 3953 angelangt zu sein.
Morgen geht's auf die Golden Route.