Kalt ! - schweinekalt ist es. Der Küchenraum auf dem Campingplatz ist angenehm warm, hat eine nette
Essecke, schöne Couches inklusive Fernseher und lädt dadurch schon zwangsweise zu einem
einstündigen Frühstück mit frischen Brötchen bei MTV Musikuntermalung ein.
Los geht's zum Fährenhopping. Erste Fähre Nesna-Levang kostete 37Kr, ein paar Kilometer fahren
und die nächste Löhnstelle ist die Helgelandsbrua für 33Kr - eine wirklich schöne
Brücke. Weiter geht's zum Dampfer Tjøtta-Forvik für 50Kr. Nach kurzer Zeit dann die
Fähre Anddalsvåg-Horn für 64Kr und zu guter Letzt die Überfahrt Vernesund-Holm für 34Kr.
Alles in allem kostete diese Strecke neben Sprit mal locker 218Kr. Die Strassen wechseln, wie zuvor auch
schon, ständig zwischen Küsten- und Bergstrasse. Eine absolut geniale und abwechslungsreiche
Strecke, die man öfter fahren kann.
Irgendwie fehlt aber eine Fähre, tja - verfahren haben wir uns also auch mal und statt der geplanten
Fähre Rorvik-Salsnes (769) sind wir der Rv17 gefolgt und weit ins Landesinnere gefahren, um schliesslich
in Namsos wieder auf die ursprünglich geplante Route zu kommen. Als wir unseren Irrtum unterwegs
bemerken, ist eine Pause, neben den auf dem Fussweg abgestellten Moppeds, angesagt. Nach kurzer Zeit
fällt mir auf, dass der Tiger immer steiler steht und siehe da, er hat sich mit dem Seitenständer
zirka 5cm in den Asphalt gegraben. Nach einer Stunde wäre er wohl umgekippt. Dies ist mir auch
später auf verschiedenen Parkplätzen aufgefallen - Risse im Asphalt oder eingesunkener Ständer.
Da das bei Thomas Maschine nicht auftrat, ist beim Tiger wohl die Auflagefläche etwas klein geraten - ich
sollte wohl etwas dranschweissen.
Der "Umweg" bestand hauptsächlich aus ganz nettem Mittelgebirgsniveau, aber Küstenstrassen
finde ich persönlich besser.
Auf den Fähren wird das Befestigen der Moppeds sehr unterschiedlich gehandhabt - einige haben
tolle Ratschengurte, andere noch nichtmal einen lumpigen Tampen, geschweige denn eine Befestigungsöse
oder Ähnliches. Ich werde mir daher in jedem Fall so einen Ratschengurt zulegen und bei den
nächsten Fahrten mitnehmen. Der vollbepackte Tiger ist zwar nirgendwo umgekippt (naja, einmal schon - zwar
nicht auf einer Fähre - dazu komme ich aber noch), aber irgendwie fühlt man sich wohler, wenn
man weiss, da ist noch eine Sicherung.
Der angefahrene Campingplatz ist etwas runtergekommen. Speckige Duschvorhänge trotz 3 Sterne - einer
klitzekleinen Küche mit steiler Treppe zu einem kalten Aufenthaltsraum unter den Klos.
Zumindest liegt er sehr nett an einem Fjordausläufer und eine kleine Vogelinsel direkt vor dem
Campingplatz sorgt für die notwendige Geräuschuntermalung für diese Nacht.
Die Bilder sollten eigentlich alles sagen - mit 316km sind wir nun bei KM 3436 angelangt.