Tja! Mücken..genauer Stechmücken! Auf der eine Seite hasse
ich sie, bei Macrosessions in der freien Wildbahn nützen auch Autan
oder dicke Motorradklamotten nichts. Besonders dieses Jahr ist mein Lieblingsmakrogebiet
extrem verseucht, selbst die Vögel meiden die Ecke (so still ist
dort normalerweise nicht). Aber Mücken sind auch faszinierende Tiere,
wenn man sich ihre Entwicklung etwas näher anschaut. Es bleibt nicht
aus, dass man beim Einsammeln von Bachwasser auch Mückenlarven mitbekommt.
Wenn man für eine Abdeckung auf dem Becken sorgt, können sie
auch keinen Schaden (schlaflose Nächte, rote Flecke an der Tapete
usw.) anrichten.
Ich habe fast alle geschlüpften Mücken freigelassen (obwohl
ich sie eigentlich sofort totschlage, aber als Dank für die schönen
Aufnahmen wollte ich sie nun nicht gleich umbringen - sollen das die Vögel
übernehmen ;-)
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Larvenform
Die Larvenform haben sicherlich auch schon viele gesehen. In nahezu
jedem stehendem oder schwach fliessendem Gewässer finden sich nach
kurzer Zeit Mückenlarven ein. Einfach mal ein - mit Wasser gefülltes
Marmeladenglas - auf den Balkon oder in den Garten stellen. Mit Sicherheit
sind dort innerhalb von 1-2 Wochen die Larven zu finden (zumindest hier
- ist ja auch Feucht-und Moorgebiet ;-) Die hübsche blaue Färbung
- die ich vorher nie so wahrgenommen habe - nehmen die Larven kurz vor
der Verpuppung an. Ich weiss nicht ob das alle Mückenarten so tun,
aber 'meine' haben es alle gemacht. Vorher sind sie langweilig braun.
Fotografisch sind sie nicht allzu anspruchsvoll - man hat genug Zeit
scharf zu stellen. Allerdings sind dann die hektischen Bachflohkrebse
häufig die Ursache, dass das mühsam kombinierte Bild nicht
mehr zustande kommt. Bei der kleinsten Störung verschwinden die
Larven (und die Puppen) sofort auf den Grund, um dann nach ca 30-60sec
an einer anderen Stelle wieder aufzutauchen.
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Zu hunderten hängen die Larven in praktisch jedem stillen Wasser
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Lichtbrechung an der Oberfläche
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rechter Winkel
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Schau mir in die Augen
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am Boden versteckt: Suchbild
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manchmal kann es dann auch eng werden
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da hat sich einer ausgezogen...
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...oder eher umgezogen
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Puppenform
Früher dachte ich mal, dass die Puppen eine andere Art wären,
das Aussehen hat sich doch stark gewandelt. Aber ein paar Tage vor der
flugfähigen Mücke verwandeln sich die obigen Larven in diese
Puppenform. Je näher es zum Schlüfpzeitpunkt kommt, umso dunkler
werden sie dabei und auch Facettenaugen sind dann zu erkennen. Sie sind
nicht mehr ganz so schreckhaft wie die Larven und können sich wohl
auch nicht mehr gezielt bewegen, aber wenn sie abtauchen, dann geht das
ebenfalls extrem schnell.
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Sieht ja recht seltsam aus...
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..und ist dazu noch sehr klein (das ist ein Hüpferling)
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Nur noch kurze Zeit, die Facettenaugen sind sichtbar
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scheinbar noch ein Auszug
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Die gemeine Steckmücke
Nun legt die Mücke eine so schöne Entwicklung hin um dann
in weiblicher Form zum Blutsauger zu werden. Aber das Schlüpfen
ist doch nochmal ein paar Bilder wert. Den bevorstehenden Schlupf kann
man an der Puppe erkennen, wenn sie ihr Hinterteil ausstreckt (dauert
ein bischen). Danach geht es recht schnell - zuerst zappelt die Puppe
extrem (schön positionieren kann man also vergessen), dann erscheint
der haarige Rücken gefolgt vom Kopf. Kaum merkbar schiebt sich
die junge Mücke raus und schliesslich sind die Beine und der Körper
ebenfalls im freien. Alles in allem ca 10min. Danach sitzt sie noch
einige Zeit auf der Wasseroberfäche um dann festzustellen, das
ich einen Deckel drauf hab ;-)
Ein komplette Bildsequenz des Schlupfes ist in Arbeit
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Fast draussen...
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..und schon wieder zu spät
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Das Röhrchen sieht nett aus
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von vorne
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