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Juni-Käfer
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| Einleitung |
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Das Bild besteht aus zwei Fotos und einem gerenderten Rahmen, die in Photoshop zusammengeführt wurden. Mangels geringer Tiefenschärfe im Macrobereich müssen ein paar Tricks angewandt werden um einen so dicken Käfer (knapp 1cm) durchgehend scharf zu bekommen. Bei der Aufnahme ist daher schon an das Endergebnis zu denken. |
| Der scharfe Käfer |
| Ärgerlich sind Motive, die im Macrobreich nicht durchgängig scharf aufzunehmen sind. Übermässiges Abblenden resultiert in Beugungsunschärfen und bringt darüber hinaus Probleme bzgl. der Bewegung des Motivs. Entweder entscheidet man sich für eine Ebene oder man macht einfach mehrere Aufnahmen, bei denen die Schärfe auf unterschiedliche Ebenen gesetzt wird. Auf digitalen Weg ist es dann relativ einfach die verschiedenen Bilder zusammenzubringen. Aber auch analog im Labor habe ich schon durch Masken diesen Weg erfolgreich beschritten. Vorrausetzung ist der Einsatz eines Stativs, da dadurch die Perspektive und der Bildausschnitt einigermassen identisch bleiben und ein Zusammenführen einfacher ist. |
![]() Schärfe auf dem Blatt und den Füssen |
![]() Schärfe auf dem Rücken |
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In Photoshop wurde zuerst eine automatische Tonwertkorrektur auf beiden Bildern ausgeführt und minimale
Korrekturen an der Farbalance vorgenommen. Dann habe ich den scharfen Rücken mit dem Zauberstab und Selektionswerkzeug markiert. Die Auswahlwerkzeuge lassen sich kombinieren: Bei gedrückter Shift-Taste wird zur vorhandenen Auswahl etwas hinzufgefügt und bei gedrückter Strg (bzw. Ctrl) Taste etwas abgezogen. Wenn man es stark vergrössert lassen sich so prima kleinste Details und Kurven selektieren. Zum Schluss noch die Auswahl mit einer weichen Kante versehen, das gibt beim Einfügen saubere Übergänge, die ansonsten mühsam von Hand retuschiert werden müssten. Dann nur noch ausschneiden, in das andere Bild einpassen und eventuelle sichtbare Übergänge nacharbeiten (Weichzeichner, Wischfinger, Stempel - es gibt einige Möglichkeiten).
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![]() Auswahl mit weicher Kante |
![]() der scharfe Käfer |
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Das Ergebnis ist schon ein nettes durchgängig scharfes Bild, aber irgendwie langweilig und tausendmal gesehen. Was tun? ...bei mir keine Frage: Kommt halt ein Rahmen drumherum ;-) |
| Der Rahmen |
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Ich verfüge über einige fertige Rahmen, die ich mir mal vor Jahren in einem Renderingprogramm erzeugt
(siehe auch mein FramedImageScript) und für Photoshop entsprechend aufbereitet habe. Für diesen Käfer kommt das
quadratische Passepartout zum Einsatz.
(hinter dem Link findet sich eine 1000x1000 Jpeg-Datei aus der Ihr Euch
eine Schablone basteln könnt: Markieren und eine Ebene erzeugen).
Der Käfer wurde, um es besser aussehen zu lassen, rotiert und mit dem Auswahlwerkzeug ein quadratischer Bereich gewählt (bei gedrückter
Shifttaste bleibt das Auswahlrechteck beim Aufziehen qudratisch). |
![]() rotierter und markierter Käfer |
![]() eingefügt und grössenangepasst |
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Und nun muss nur noch das Hinterteil über den Rahmen hinausragen. Hierzu wird am Rahmen der Innenraum markiert und mit der umgekehrten Selektion
aus der Käferebene eine neue Ebene erzeugt, die dann über den Rahmen gebracht wird. Nun wird das Blatt entfernt (Radiergummi oder Auswahlwerkzeug), so dass nur noch das Hinterteil übrig bleibt. Da er auch einen Schatten werfen soll, wird diese Ebene noch einmal kopiert, komplett dunkel gemacht und unter das sichtbare Hinterteil leicht versetzt geschoben. Dann noch, die durch das Verschieben entstandenen, Fehlstellen korrigieren und das Bild ist eigentlich fertig. |
![]() Hinterteilebene |
![]() mit Schatten |
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So ganz das Wahre ist es aber noch nicht, jetzt kommt die Feinarbeit. Zuerst wird der Rahmen ausgewählt und diesmal an der
Passepartoutschnittkante aussen selektiert. Nun lässt er sich farblich anpassen (Färben) und eventuell eine
Struktur drüberlegen (ich wähle immer Sandstein, das kommt einem geprägten Papier recht nahe).
Der Hinterteilschatten wird noch etwas transparent und unscharf gemacht, einige kleine Korrekturen an den Kanten und fertig ist das Bild. |
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| Zum Schluss |
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Es führen viele Wege zum Ziel - die Freistellerei ist, wenn es kompliziertere Motive sind, mit den Alphakanälen besser zu bewerkstelligen.
Ein Schatten kann z.B. auch mit den Ebeneneffekten reingebracht werden, aber ich habe es lieber, wenn der Schatten eine eigene Ebene ist, zum einen
lassen sich so auch perspektivische Verzerrungen realisieren, zum anderen gibt es keine Probleme beim Skalieren. So ein Aufpeppen eines Fotos ist - mit etwas Übung - recht schnell durchzuführen und gehört m.E. bei vielen Motiven einfach dazu
Noch ein Hinweis: |
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